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Über 100 Teilnehmer kamen in Hachenburg zum Westerwald Tourismustag 2026 zusammen.
Was macht einen Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis? Und wie können touristische Angebote so gestaltet werden, dass sie Gästen im Gedächtnis bleiben? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Westerwald Tourismustag 2026 am 20. August in der Westerwald-Brauerei in Hachenburg. Unter dem Motto „Erlebnis Tourismus“ kamen über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Tourismusbranche zusammen, darunter neben zahlreichen Gastgebern und Erlebnisanbietern auch Vertreter der Landkreise, Verbands- und Ortbürgermeister, sowie Vertreter und Vertreterinnen der Landesebene Rheinland Pfalz und Hessen und von lokalen Tourismusorganisationen und weiteren touristischen Einrichtungen. Gemeinsam ging es darum, neue Impulse zu erhalten, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam Ideen für die touristische Zukunft des Westerwaldes zu entwickeln. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der IHK Koblenz und der Westerwald-Brauerei.
Begrüßt wurden die Gäste von Oliver Filby vom Westerwald Touristik-Service und Lena Helleisz von Kohl & Partner, die gemeinsam in das Thema des Tourismustages einführten. Bereits zum Auftakt wurde das Motto „Erlebnis Tourismus“ unmittelbar erlebbar: Im Mittelpunkt stand die Erlebnisinszenierung: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten die Westerwald-Brauerei nicht nur im Rahmen einer klassischen Führung, sondern als inszenierten Erlebnisraum. Storytelling ein begleitendes Rätsel und das bestehende Angebot der Brauerei wurden gezielt miteinander verknüpft und machten unmittelbar erfahrbar, wie aus vorhandenen touristischen Leistungen besondere und erinnerungswürdige Erlebnisse entstehen können. Die von 66 Minuten entwickelte Inszenierung bildete dabei den roten Faden der Veranstaltung und zeigte praxisnah, welches Potenzial in der erlebnisorientierten Weiterentwicklung bestehender Angebote liegt.
Im anschließenden Impulsvortrag „Erlebnisinszenierung als Erfolgsfaktor im Tourismus“ zeigte Oliver Grabus von 66 Minuten, wie aus bestehenden Angeboten echte Erlebnisse entstehen können. Dabei ging es vor allem um einen Perspektivwechsel: Nicht allein das vorhandene Angebot, sondern das gewünschte Erlebnis des Gastes sollte Ausgangspunkt der Gestaltung sein. Anhand konkreter Beispiele wurde deutlich, dass dafür nicht immer neue Angebote geschaffen werden müssen. Häufig geht es vielmehr darum, das, was bereits vorhanden ist, neu und emotional in Szene zu setzen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Best-of-Strategie des Westerwaldes. Oliver Filby vom Westerwald Touristik-Service stellte die unter dem Titel „Wäller Schätze“ entwickelte Auswahl besonderer Orte, Geschichten und Erlebnisse vor. Ziel der Strategie ist es, die Vielfalt des Westerwaldes gezielt zu kuratieren, unterschiedliche Facetten der Region sichtbar zu machen und bei Gästen Neugier auf die Destination zu wecken. Die „Wäller Schätze“ sollen Inspiration für den nächsten Aufenthalt geben und dazu beitragen, aus einem Besuch ein echtes Westerwald-Erlebnis zu machen.
Wie bedeutend der Tourismus für die Region auch aus wirtschaftlicher Sicht ist, verdeutlichte die Präsentation der aktuellen Studie zum Wirtschaftsfaktor Tourismus durch Moritz Sporer von der dwif-Consulting GmbH. Dabei wurden die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus sowie seine Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte für den Westerwald betrachtet.
Am Nachmittag stand die praktische Arbeit im Mittelpunkt. In vier Workshops konnten die Teilnehmenden aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen vertiefen. Beim Storytelling im Tourismus ging es um die Entwicklung emotionaler und marktfähiger Erlebnisangebote durch gezielte narrative Ansätze. Der Workshop „Vom Gästeerlebnis zum Mitarbeitererlebnis“ widmete sich neuen Wegen der Fachkräftegewinnung, dem Employer Branding und der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Mit „Künstliche Intelligenz & Offene Daten im Tourismus“ wurde ein hochaktuelles Zukunftsthema aufgegriffen, unter anderem mit Blick auf die individuelle Reiseplanung mithilfe von KI. Der Workshop „Wäller Kulturen und Traditionen erlebnisorientiert inszenieren“ beschäftigte sich schließlich mit der Frage, wie regionale Identität und Traditionen in authentische Erlebnisformate übersetzt werden können.
Damit knüpfte der Tourismustag unmittelbar an die touristische Strategie des Westerwaldes an. Die Entwicklung buchbarer Erlebnisse ist dort als Fokusprojekt verankert. Der Anspruch: Gäste sollen den Westerwald nicht nur besuchen, sondern erleben.
Den Abschluss bildeten die Zusammenfassung der Workshop-Ergebnisse, eine Verlosung sowie ein gemeinsamer Gaumenschmaus mit Gelegenheit zum Netzwerken und persönlichen Austausch. Damit bot der Tourismustag nicht nur fachliche Impulse, sondern auch Raum für die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure aus Tourismus, Wirtschaft und weiteren relevanten Bereichen.
Über den Westerwald Touristik-Service:
Der Westerwald Touristik-Service (WTS) ist die zentrale Anlaufstelle für alle touristischen Belange im Westerwald. Sein Ziel ist es, nachhaltigen Tourismus zu fördern, touristische Aktivitäten und Projekte zu koordinieren und die Attraktivität der Region für Besucher zu steigern.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.westerwald.info/tourismustag
Fotograf: Annika Kaufmann, Westerwald Touristik-Service GbR. Das Foto kann dauerhaft, rechte- und honorarfrei, für alle redaktionellen Verwendungsformen in Zusammenhang mit dem Westerwald Touristik-Service GbR, auch online, genutzt werden.
Kontakt:Oliver FilbyStellvertretende Geschäftsführung (kommissarisch) | Touristisches Projektmanagement Westerwald Touristik-Service GbRKirchstraße 48a, 56410 MontabaurTel.: +49(0)26 02 / 30 01 – 25E-Mail: filby@westerwald.infoWebsite: www.westerwald.info
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